Dialogisches Lernen
Das Dialogische Lernen fördern wir seit 2006 an unseren Schulen. Ungefähr 20% der Lehrerinnen und Lehrer entwickeln zurzeit ihren Unterricht im Dialog mit Lernenden, mit Kollegen und mit Kooperationspartnern aus der Universität Zürich weiter.
Das Dialogische Lernen entspricht unserem Menschenbild und macht dieses fruchtbar für die Gestaltung von Unterricht. Gleichzeitig setzen wir mit dem Dialogischen Lernen den neuen Bildungsplan von 2004 um, der fundamentale Veränderungen im Unterricht anstrebt: vom Lehren zum Lernen und vom Inhalt zur Kompetenz.
Das Dialogische Lernen ist vor allem eine Grundhaltung des Lehrers dem Schüler und dem Inhalt gegenüber. Schülerinnen und Schüler bringen immer bereits Wissen und Können zu einem Themenbereich mit, sie haben Einstellungen und Vorstellungen, emotionale Zugänge und Blockaden. Der Lehrer interessiert sich für sie und arbeitet mit ihnen. So ergeben sich Fragestellungen und Aufgaben. Bei der Suche nach Lösungen begleitet der Lehrer die Lernenden bringt sie ins Gespräch über Lösungen und über Qualität. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln Qualitätsbewusstsein und Lösungskompetenz. Sie reflektieren und geben sich Rückmeldung. Der Lernprozess wird von beiden gesteuert. Das Angebot der Lehrenden wird in ein Verhältnis gebracht zur Nutzung der Lernenden. Die Lernenden gewinnen an Selbstvertrauen und Selbststeuerungskompetenz, an der Fähigkeit zur Selbsteinschätzung und zur Selbstreflexion.

